Manhattan
20. Oktober 2007Der gemächliche Anflug auf den JFK-Airport ist auf seiner wahrscheinlichsten Route ernüchternd langweilig und widerspricht allen stereotypischen Postkartenmotiven, welche das Bild New Yorks im Kopf eines Europäers zementiert haben. Nächstes mal also mit Schiff über den Atlantik. Dann ist wenigstens die Ankunft in Amerika phänomenal. Daneben würde man sich dann viel mehr wie Kolumbus fühlen. Und müsste auf dem grünen Einreiseformular I-94W nicht die Flugnummer eintragen. Außerdem wollte ich schon immer mal eine anständige mehrtägige Kreuzfahrt ohne zielloses Herumkreuzen machen und mit Freiheitsaussichten auf Deck die Schachnovelle lesen oder spielen. Nichtsdestotrotz: Gestern das lebenserste Mal amerikanischen Boden betreten, die überraschend frische Seeluft geschnuppert und nach einer kurzen Nacht in Brooklyn heute morgen mit Jan die Subway-Train nach Manhattan befüllt. Das, was man eigentlich schon beim Grenzgang serviert haben möchte: Wolkenkratzer, unendlich viele Fußgänger im geschäftlichen Treiben und gefühlsmäßig noch mehr hupende Autos. Denn die Hupe ist die Waffe der Straßencowboys. Wie mein englischer Vorgesetzter aus Schottland zu sagen pflegt: They are still a nation of cowboys.
heyy schneckle,
gib mir mal irgendwie ne telefonnummer über die ich dich am 23. erreichen kann :)