Wie liest eigentlich Marcel Reich-Ranicki?
3. Juli 2008Der deutsche Publizist und einflussreiche Literaturkritiker im Lesesaal der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf die Frage, warum er statt gemütlichen Wohnzimmerstudien am Liebsten sitzend am Schreibtisch liest: “Weil ich das Buch während des Lesens nicht in der Hand halten möchte. Ich brauche die Hände zu etwas anderem. Vor allem brauche ich in der Hand einen Bleistift, denn in dem Buch, das man da gerade liest, kann sich eine sehr gute oder eine sehr schlechte Stelle finden. Beides muss man anstreichen, die gute Stelle mit einem Strich, die schlechte mit einer Wellenlinie. So ist das bei mir seit sechzig Jahren.” Was lernen wir daraus? Runter von der Couch, den Wein zurück in den Keller und mit hochgekrämpelten Ärmeln Dan Brown an der Schreibtischlampe würdigen.